Smartphone Antivirus – ist es notwendig?

Bis vor kurzem schienen Smartphones und mobile Geräte so gut wie immun gegen Viren und Malware. Im Sommer 2010 änderte sich alles, als die erste Runde von Viren Androids und iPhones traf – zwei Geräte, die man für völlig resistent gegen Angriffe hielte. Noch vor diesen ersten Angriffen haben sich viele Antivirus-Hersteller bereits damit beschäftigt, Antivirus-Software für mobile Geräte zu entwickeln. Ist ein Smartphone Antivirus-Program also etwas, worüber man nachdenken sollte?

Warum braucht man eine Smartphone Antivirus-Software?

IT-Experten sind sich überwiegend einig, dass jeder mobile Benutzer in irgendeiner Form geschützt werden soll. Für lange Zeit lief alles gut mit den Standardeinstellungen. Es gibt jedoch einige schwerwiegende Gründe, warum dies nicht genug ist.

Zunächst würde man nicht einmal durch den Kopf gehen lassen, seinen privaten Rechner ohne irgendeine Form von Virenschutz zu verwenden. Warum tut man das nicht auf für sein Handy? Auf unseren PCs halten wir sensible Informationen, beispielsweise finanzielle Aufzeichnungen und Passwörter. Zunehmend benutzen wir unsere mobilen Geräte für die gleiche Sache.

Im letzten Jahr hat man einen dramatischen Anstieg bei der Zahl der Menschen mit iPhones, Androids und anderen Smartphones zu sehen. Es gibt eine Zunahme nicht nur im persönlichen Gebrauch, sondern auch in der geschäftlichen Nutzung. Hacker greifen dabei diese Systeme an, die von den meisten Menschen verwendet werden. Dies macht es unvermeidlich, dass Hacker hart daran arbeiten werden, um Malware zu schaffen, die diese Geräte angreift.

Mit unseren Smartphones wurden wir alle in ein falsches Gefühl der Sicherheit eingelullt. Zum Beispiel glauben viele Menschen, dass Androids immun gegen Viren sind, weil sie das Linux-System verwenden. Dies führt Menschen zu glauben, dass es ausreicht, einfach die Standardeinstellungen zu verwenden. Allerdings hat Android bereits sein erstes großes Virus. Und das Virus hatte kein Problem, an den Linux  Sicherheits-Features vorbeizukommen.

Dies ist definitiv der wichtigste Grund – es gab bereits Angriffe! Unternehmen für Computer-Sicherheit, wie Norton und Kaspersky haben lange vor den ersten Angriffen begonnen, ihre Anti-Viren-Software zu entwickeln, genau weil sie solche Angriffe erwartet haben. Nun, da dies mittlerweile eine Realität ist, müssen alle Smartphone-Benutzer sicherstellen, dass sie gegen Viren geschützt sind.

Schauen wir uns die drei großen mobilen Systeme an, wie denen die Viren-Abwehr soweit ergangen ist.

iPhone

iPhone verfügt über ein eigenes integriertes Sicherheitssystem, das sehr effektiv ist. Das Sicherheitssystem schränkt andere Computer, Anwendungen und Netzwerke ein, mit denen man interagiert. Obwohl es viele Angriffe gegeben hat, richteten sie sich in der Regel gegen iPhones, bei denen die Benutzer die Standard-Sicherheitseinstellungen entsperrt haben (“jailbroken”). Wenn man also die Standardeinstellungen nicht verändert, muss man sich auch nur wenig befürchten. Doch in der gefürchteten Sommer 2010, bekam das iPhone sein erstes ernsthaftes Virus. Hacker entwickelten einen Code, welcher die Sicherheitseinstellungen umgehen konnte, und somit auch iPhones ohne Jailbrakes angreifbar waren.

Android

Androids waren als unbesiegbar gedacht. Die Anwender waren davon überzeugt, dass kein Virus ihre Sicherheit unter Linux  gefährden könnte. Allerdings wurde dieses Mythos im Sommer 2010 zerstört, als das erste Android-spezifische Virus zur Realität geworden ist. Er griff Media-Anwendungen an und rief automatisch bezahlte Telefonnummern an. Das überraschte sehr viele Android-Benutzer, die sofort nach einem Virenschutz suchten.

Blackberry

Blackberrys können fast alles tun, was ein Rechner tun kann. Die Leute benutzen Anwendungen, speichern vertrauliche Daten und surfen im Internet. Genau weil sie wie kleine Computer funktionieren, werden Blackberry-Smartphones von vielen Unternehmen genutzt. Leider können sie aber auch, genau wie normale Rechner, Spam, Malware und Viren abbekommen. Eine Reihe von Malware-Programmen haben bereits Blackberry-Smartphones angegriffen, die beispielsweise automatisch erotische Telefonnummer anrufen und somit Telefonrechnungen anhäufen.

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